Kandidaten in den Wahlkreisen

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Wahlkreise bisher
 
 CDUSPD
199012-
199412-
1998111
200219


190 Eichsfeld-Nordhausen-Unstrut-Hainich-Kreis I

2002: Manfred Grund (CDU) 41.3 %, Eckhard Ohl (SPD) 34.6 %, Gerhard Jüttemann (PDS) 15.1 %
2005: Manfred Grund (CDU), Manuel Müller (SPD), Johanna Scheringer-Wright (Die Linke.PDS)

Im Zuge der Neuzuschneidung hat der Wahlkreis Teile des Unstrut-Hainich-Kreises hinzubekommen. Dadurch schrumpft der CDU-Vorsprung auf vier Prozentpunkte. Allerdings dürften der junge SPD-Kandidat Manuel Müller (25 Jahre) und die PDS-Landtagsabgeordnete Johanna Scheringer-Wright trotzdem nur eine kleine Chance gegen den Spitzenkandidaten der Thüringer CDU Manfred Grund haben. Grund hatte 2002 den einzigen Wahlkreis für die CDU in Thüringen gewonnen. Besonders im katholischen Eichsfeld ist der CDU-Wähleranteil sehr hoch.

191 Eisenach-Wartburgkreis-Unstrut-Hainich-Kreis II

2002: Ernst Kranz (SPD) 42.6 %, Stefan Baldus (CDU) 32.7 %, Rosel Neuhäuser (PDS) 16.1 %
2005: Ernst Kranz (SPD), Christian Hirte (CDU), Rosel Neuhäuser (Die Linke.PDS)

Der Wahlkreis wurde 2002 direkt von der SPD gewonnen. Er setzt sich aus dem Wartburgkreis, der Stadt Eisenach und Teilen des Unstrut-Hainich-Kreises zusammen. Ernst Kranz (SPD), seit 2002 im Bundestag, ist als ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Wutha-Farnroda im Wahlkreis verwurzelt. Es ist schwer einzuschätzen, inwieweit der erst 29-jährige CDU-Kandidat Christian Hirte diesen Bekanntheitsvorsprung aufholen kann. Ihm könnte jedoch die politische Großwetterlage zur Hilfe kommen. Dagegen wird Die Linke.PDS, in Thüringen insgesamt stark, kaum eine Chance haben, den Wahlkreis direkt zu gewinnen.

192 Kyffhäuserkreis-Sömmerda-Weimarer Land I

2002: Gisela Schröter (SPD) 43.0 %, Georg von Witzleben (CDU) 30.7 %, Kersten Naumann (PDS) 17.9 %
2005: Dorothea Marx (SPD), Peter Albach (CDU), Kersten Naumann (Die Linke.PDS)

Durch die Neuzuschneidung ist der Wahlkreis nach Osten gerückt: Statt des Unstrut-Hainich-Kreises gehören jetzt Teile des Kreises Weimarer Land dazu. Für die SPD tritt die Rechtsanwältin Dorothea Marx die Nachfolge von Gisela Schröter an. Zudem kandidieren Peter Albach, Bürgermeister der Stadt Weißensee für die CDU und Kersten Naumann, Mitglied des Thüringer Landtags für Die Linke.PDS.

193 Gotha-Ilm-Kreis

2002: Petra Heß (SPD) 41.8 %, Claudia Nolte (CDU) 30.8%, Frank Kuschel (PDS) 17.9 %
2005: Petra Heß (SPD), Claudia Nolte (CDU), Adrian Pietsch (Die Linke.PDS)

Die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Petra Heß tritt 2005 erneut an. Auch Claudia Nolte, ehemalige Bundes-Familienministerin geht noch einmal ins Rennen. Zwischen diesen beiden wird dieser Wahlkreis wohl entschieden werden. Adrian Pietsch (20 Jahre), Gymnasiast und Kandidat der Linke.PDS hat dagegen kaum Chancen.

194 Erfurt-Weimar-Weimarer Land II

2002: Carsten Schneider (SPD) 42.1 %, Antje Tillmann (CDU) 27.7 %, Andre Blechschmidt (PDS) 20.7 %, Kathrin Hoyer (GRÜNE) 4.6 %
2005: Carsten Schneider (SPD), Antje Tillmann (CDU), Frank Spieth (Die Linke.PDS), Katrin Göring-Eckardt (GRÜNE)

Der Wahlkreis ist gegenüber 2002 erheblich erweitert worden, neben Erfurt gehören jetzt die Stadt Weimar und Teile des Kreises Weimarer Land dazu. Der SPD-Vorspung erhöht sich dadurch rechnerisch auf 15 Prozentpunkte. Wenn die SPD in Thüringen Chancen hat Wahlkreise zu gewinnen, ist dieser sicher ein heißer Kandidat. Für die SPD geht wieder Carsten Schneider ins Rennen, der den Wahlkreis 2002 sicher gewann. Gegen ihn tritt erneut Antje Tillmann (CDU) an, die 2002 über die Liste ebenfalls in den Bundestag einzog. Weiterhin kandidiert der DGB-Landsvorsitzende Frank Spieth. Er trat 2003 aus der SPD aus und kandidiert nun auf der Liste der Linke.PDS. Vierte im Bunde ist die Bundestags-Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, Katrin Göring-Eckhardt.

195 Gera-Jena-Saale-Holzland-Kreis

2002: Karsten Schönfeld (SPD) 36.6 %, Bernward Müller (CDU) 27.1 %, Ruth Fuchs (PDS) 25.1 %
2005: Volker Blumentritt (SPD), Bernward Müller (CDU), Bodo Ramelow (Die Linke.PDS)

Auch dieser Wahlkreis hat sich vergrößert, nämlich um die Stadt Jena. Auch hier profitiert die SPD, die nun mit 15 Punkten Vorsprung an den Start geht. Ob Volker Blumentritt (SPD) diesen Vorsprung behaupten kann, wird sich zeigen. Innerparteilich setzte ee sich gegen Karsten Schönfeld durch. Die CDU stellt wieder Bernward Müller auf, der seit 1998 im Deutschen Bundestag sitzt. Der Bundes-Wahlkampfleiter und Spitzenkandidat der Thüringer Linkspartei, Bodo Ramelow, tritt die Nachfolge der Speerwurf-Olympiasiegerin Ruth Fuchs an, die 2002 im alten Wahlkreis immerhin 25.1 % der Stimmen holte.

196 Greiz-Altenburger Land

2002: Klaus Jonas (SPD) 39.0 %, Volkmar Vogel (CDU) 33.2 %, Diana Skibbe (PDS) 17.5 %
2005: Andreas Schumann (SPD), Volkmar Vogel (CDU), Frank Tempel (Die Linke.PDS)

Andreas Schumann (SPD) tritt nach einem überraschenden Verzicht des Abgeordneten Klaus Jonas (SPD) gegen den Bundestagsabgeordneten Volkmar Vogel (CDU) und den Kriminalbeamten Frank Tempel (Die Linke.PDS) an.

197 Sonneberg-Saalfeld-Rudolstadt-Saale-Orla-Kreis

2002: Christine Lehder (SPD) 41.6 %, Falk Eichhorn (CDU) 31.2 %, Uwe Hiksch (PDS) 18.5 %
2005: Gerhard Botz (SPD), Falk Eichhorn (CDU), Roland Hahnemann (Die Linke.PDS)

In diesem Wahlkreis treffen zwei amtierende Landtagsabgeordnete aufeinander. Gerhard Botz (SPD) zieht es nach Europaparlament und Thüringer Landtag nun in den Bundestag. Er trifft auf Roland Hahnemann (Die Linke.PDS). Der lachende Dritte könnte aber Falk Eichhorn (30 Jahre) von der CDU werden.

198 Suhl-Schmalkalden-Meiningen-Hildburghausen

2002: Iris Gleicke (SPD) 35.6 %, Winfried Goebel (CDU) 31.9 %, Gebriele Zimmer (PDS) 25.1
2005: Iris Gleicke (SPD), Markus Kalkhake (CDU), Steffen Harzer (Die Linke.PDS)

War es 2002 noch ein eindeutiger Sieg für die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion Iris Gleicke, könnte es 2005 ein Dreikampf werden. Gegen sie tritt der 28-jährige Marcus Kalkhake (CDU) und der regional sehr bekannte Bürgermeister von Hildburghausen Stefan Harzer für Die Linke.PDS an. Ob dieser allerdings einen derart hohen Erststimmenüberhang erzielen wird wie seine Vorgängerin 2002, die damalige PDS-Chefin Zimmer, ist sehr fraglich.