Kandidaten in den Wahlkreisen

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Wahlkreise bisher
 
 SPDCDUFDPDP
194924415
1953111328
1957821-5
19611915--
19651020--
19691812--
1972237--
19761812--
1980238--
19831021--
19871318--
19901120--
19941417--
1998274--
2002254--


> Wahlkreise 40-53

25 Aurich-Emden

2002: Jann-Peter Janssen (SPD) 61.4 %, Hermann Reinders (CDU) 25.5 %
2005: Garrelt Duin (SPD), Hermann Reinders (CDU)

Vor drei Jahren gewann SPD-Kandidat Jann-Peter Janssen den Wahlkreis mit fast 36 Prozentpunkten Vorsprung. Er hat jedoch im Zuge der VW-Gelder-Affäre sein Mandat niedergelegt. Ob dies aber wirklich ein Nachteil für die seit Jahren in diesem Wahlkreis dominierende SPD ist, bleibt abzuwarten. Sein Nachfolger Garrelt Duin ist Europaabgeordneter und designierter Landesvorsitzender der SPD-Niedersachsen. Er sollte den Wahlkreis gegen den bereits 2002 gescheiterten Kreistagsabgeordneten aus Aurich, Hermann Reinders, CDU, verteidigen können.

26 Unterems

2002: Gitta Connemann (CDU) 47.4 %, Reinhold Robbe (SPD) 42.5 %
2005: Gitta Connemann (CDU), Clemens Bollen (SPD)

Nachdem der frühere Bundesinnenminister und jetzige Präsident des Deutschen Roten Kreuzes Rudolf Seiters, CDU, sich hier früher mit Spitzen-Ergebnissen durchsetzen konnte, ist seine Nachfolgerin Gitta Connemann ebenso erfolgreich. Interessant ist, dass dieser Wahlkreis, der aus der CDU-Hochburg Emsland und dem Kreis Leer besteht, 2002 von einer CDU-Kandidatin aus Leer gewonnen wurde. Gegenkandidat 2002 war für die SPD der vor kurzem neugewählte Wehrbeauftragte des Bundestages Reinhold Robbe. 2005 tritt für die SPD Clemens Bollen an, ebenfalls aus Leer.

27 Friesland-Wilhelmshaven

2002: Karin Evers-Meyer (SPD) 54.8 %, Erich Maaß (CDU) 32.1 %
2005: Karin Evers-Meyer (SPD), Hans-Werner Kammer (CDU)

Karin Evers-Meyers, SPD, zog 2002 nach dem Gewinn des Direktmandates erstmals in den Bundestag ein. Ihre Chancen stehen bei einem Vorsprung von über 20 Prozentpunkten auf ihren Gegenkandidaten auch diesmal gut. Für die CDU tritt der Kommunalpolitiker Hans-Werner Kammer aus Friesland an, der in einer Urwahl seinen Konkurrenten aus Wilhelmshaven deutlich hinter sich lassen konnte.

28 Oldenburg-Ammerland

2002: Gesine Multhaupt (SPD) 47.1 %, Thomas Kossendey (CDU) 33.3 %, Thea Dückert (GRÜNE) 10.8 %
2005: Gesine Multhaupt (SPD), Thomas Kossendey (CDU), Thea Dückert (GRÜNE)

Wahlkreisinhaberin Gesine Multhaupt, SPD, versucht sich hier wie schon 2002 gegen den CDU Verteidigungsexpeten Thomas Kossendey durchzusetzen. Entscheidend wird sein, wie viele Erststimmen die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Bundestag, Thea Dückert, bekommt. Die FDP ist hier relativ stark, so erreichte sie hier 1953 mit 56.5 Prozent ihr bestes Erststimmenergebnis aller Zeiten. Diese Zeiten sind zwar vorbei, jedoch hat sich kommunal ihr Einfluss bis heute gehalten.

29 Delmenhorst-Wesermarsch-Oldenburg-Land

2002: Holger Ortel (SPD) 53.8 %, Vera Dominke (CDU) 30.9 %
2005: Holger Ortel (SPD), Volker Pickart (CDU)

Hier setzte sich Holger Ortel, SPD, 2002 mit fast 22 Prozentpunkten Vorsprung in dem Wahlkreis souverän durch, der zum Umland von Bremen/Bremerhaven zählt. Auch wenn die CDU im Jahr 2001 den Oberbürgermeister-Posten von Delmenhorst direkt gewann, dürfte es ihr Kandidat Volker Pickart schwer haben. Die hat SPD in den letzten Jahren im Bremer Umland tendenziell eher überdurchschnittlich abgeschnitten. Gleichzeitig mit der Bundestagswahl findet im Kreis Wesermarsch die erste Direktwahl des Landrates statt. Hierdurch dürften die Anhänger aller Parteien besonders motiviert sein.

30 Cuxhaven-Osterholz

2002: Annette Faße (SPD) 53.2 %, Enak Ferlemann (CDU) 33.6 %
2005: Annette Faße (SPD), Enak Ferlemann (CDU)

Ebenso wie im Wahlkreis 29 gilt hier, dass die SPD hier gute Chancen hat. SPD-Mandatsinhaberin Annette Faße ist trotz Neuzuschnitts der Wahlkreise seit 1998 in den Bundestag direkt eingezogen. Es kommt erneut zum Duell mit dem CDU-Kommunalpolitiker Enak Ferlemann.

31 Stade-Cuxhaven

2002: Margrit Wetzel (SPD) 52.3 %, Martina Krogmann (CDU) 41.1 %, GRÜNE: kein Kandidat
2005: Margrit Wetzel (SPD), Martina Krogmann (CDU)

Verkehrs, Schifffahrts- und Kommunalpolitikerin Margit Wetzel, SPD, langjährige Bundestagsabgeordnete, versucht diesen Wahlkreis erneut zu verteidigen. Gegenkandidatin ist die Medienpolitikerin der CDU, Martina Krogmann. Wetzels hoher Vorsprung 2002 ist auch der Tatsache geschuldet, das 2002 die Grünen keinen Kandidaten aufgestellt hatten.

32 Mittelems

2002: Hermann Kues (CDU) 53.3 %, Monika Heubaum (SPD) 37.6 %
2005: Hermann Kues (CDU), Dieter Steinecke (SPD)

Mandatsinhaber Hermann Kues, Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen der Unionsfraktion ist hier glasklarer Favorit. Sein Gegenkandidat, Dieter Steinecke, SPD ist Mitglied des Niedersächsischen Landtages.

33 Cloppenburg-Vechta

2002: Manfred Carstens (CDU) 62.2 %, Gabriele Groneberg (SPD) 28.2 %
2005: Franz-Josef Holzenkamp (CDU), Gabriele Groneberg (SPD)

Einer der eindeutigsten Wahlkreise für die Union ausserhalb von Bayern. In diesem katholisch geprägten Kreis erzielt die CDU regelmäßig Rekordergebnisse. Von 1983 bis 1998 war dies fünf Mal in Folge der Wahlkreis mit dem höchsten Zweitstimmen-Ergebnis der Union bundesweit einschließlich Bayern. Der niedersächsische Landvolk-Vizepräsident Franz-Josef Holzenkamp ist als Newcomer gegenüber CDU-Mandatsinhaber Manfred Carstens zwar relativ unbekannt. Dies wird seine Wahlchancen aber kaum beeinträchtigen. Die Cloppenburgerin Gabriele Groneberg, SPD, ist hier praktisch chancenlos.

34 Diepholz-Nienburg I

2002: Rolf Kramer (SPD) 48.3 %, Walter Link (CDU) 37.3 %
2005: Rolf Kramer (SPD), Axel Knoerig (CDU)

SPD-Kandidat Rolf Kramer setzte sich 2002 gegen Walter Link durch. Diesmal hat er es mit CDU Kreisschatzmeister Axel Knörig zu tun. Hier ist die FDP relativ stark. Inwiefern nun das Stimmensplitting hier zum Tragen kommt, ist abzuwarten,

35 Rotenburg-Verden

2002: Joachim Stünker (SPD) 47.7 %, Reinhard Grindel (CDU) 37.9 %
2005: Joachim Stünker (SPD), Reinhard Grindel (CDU)

Es wiederholt sich das Duell von 2002 zwischen Mandatsinhaber Joachim Stünker und Reinhard Grindel, CDU. Während das Direktmandat zwischen dem rechtspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Stünker und dem Fernsehjournalisten Grindel entschieden wird, ist im Bremer Umland auch die Frage, wie stark Grüne und FDP werden. Interessant ist, dass sich die SPD in letzter Zeit völlig überraschend sowohl bei der Bürgermeisterwahl in der Stadt Verden als auch bei der Wahl des Landrates im Kreis Verden deutlich durchsetzen konnte.

36 Soltau-Fallingbostel-Winsen L.

2002: Monika Griefahn (SPD) 47.1 %, Michael Grosse-Brömer (CDU) 40.5 %
2005: Monika Griefahn (SPD), Michael Grosse-Brömer (CDU)

Die ehemalige Umweltministerin Niedersachsens und profiliertes Mitglied des Umweltverbandes BUND, Monika Griefahn, SPD, tritt hier erneut an. Sie trift erneut auf Michael Grosse-Brömer, CDU, Vorsitzender des Kreisverbandes Lüneburg. Inwiefern Frau Griefahns Bekanntheit gegen die schlechten SPD-Umfragewerte trägt, ist fraglich.

37 Lüchow-Dannenberg-Lüneburg

2002: Hedi Wegener (SPD) 46.8 %, Kurt-Dieter Grill (CDU) 36.8 %
2005: Hedi Wegener (SPD), Kurt-Dieter Grill (CDU)

Auch hier wiederholt sich der Zweikampf der letzten Bundestagswahl. Mandatsinhaberin Hedi Wegener, SPD, will sich erneut gegen Kurt-Dieter Grill, CDU durchsetzen. Im Wahlkreis befindet sich das Atom-Endlager Gorleben.

38 Osnabrück-Land

2002: Georg Schirmbeck (CDU) 45.6 %, Volker Neumann (SPD) 43.1 %
2005: Georg Schirmbeck (CDU), Volker Neumann (SPD)

CDU-Mandatsinhaber Georg Schirmbeck versucht, den Wahlkreis erneut gegen Volker Neumann zu gewinnen. Neumann war Vorsitzender im Bundestags-Untersuchungsausschuss zur CDU-Spendenaffäre. Trotz bundesweiter Bekanntheit wird er kaum gegen die im wahlkreis traditionell starke CDU gewinnen können.

39 Stadt Osnabrück

2002: Martin Schwanholz (SPD) 45.7 %, Burkhard Jasper (CDU) 38.8 %
2005: Martin Schwanholz (SPD), Mathias Middelberg (CDU)

SPD-Wirtschaftsexperte Martin Schwanholz, der diesen Wahlkreis bereits zweimal in Folge gewann, tritt gegen den CDU-Newcomer Mathias Middelberg an, der ebenfalls Wirtschaftsfachmann seiner Partei ist. Interessant ist der Wahlkreis aus zwei Gründen. Zum einen ist dies die Heimatstadt von Ministerpräsident Christian Wulff, der für noch höhere Ämter gehandelt wird. Zum anderen ist die Stadt Osnabrück traditionell der Wahlkreis an dem man das Bundesergebnis im Westen am deutlichsten ablesen kann. Daher steht er am Wahlabend unter besonderer Beobachtung der Wahlforscher.

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