Kandidaten in den Wahlkreisen

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Wahlkreise bisher
 
 CDUSPD
1949114
1953132
1957123
1961105
1965115
1969106
197279
1976106
1980106
1983115
1987115
1990124
1994124
1998610
200287


199 Neuwied

2002: Sabine Bätzing (SPD) 44.9 %, Werner Wittlich (CDU) 44.3 %
2005: Sabine Bätzing (SPD), Werner Wittlich (CDU)

Hier wiederholt sich das Duell von 2002. Sabine Bätzing, Sprecherin der "Youngsters" (Bundestagsabgeordnete bis 40 Jahre), SPD, tritt erneut gegen Werner Wittlich von der CDU, Umwelt- und Handwerksexperte an. Vor drei Jahren gewann Bätzing knapp, ob sie den Wahlkreis diesmal verteidigen kann, ist fraglich. Bemerkenswert ist, dass CDU-Kandidat Wittlich aus dem Kreis Neuwied kommt, wo ein SPD-Landrat amtiert. Dagegen stammt Bätzing, SPD, aus dem Landkreis Altenkirchen, traditionell eine CDU-Hochburg mit entsprechendem Landrat.

200 Ahrweiler

2002: Wilhelm Josef Sebastian (CDU) 48.3 %, Andrea Nahles (SPD) 42.3 %, GRÜNE: kein Kandidat
2005: Wilhelm Josef Sebastian (CDU), Andrea Nahles (SPD)

In dieser traditionellen CDU-Hochburg war 2002 dem CDU-Verkehrsexperte Wilhelm Josef Sebastian erfolgreich. Dass sein Vorsprung relativ knapp ausfiel, war auch der Tatsache geschuldet, dass seine SPD-Gegenkandidatin, Andrea Nahles, SPD-Vorstandsmitglied und führende Vertreterin der Parteilinken, massive Unterstützung von den Wählern der GRÜNEN bekommen haben dürfte, die keinen eigenen Kandidaten aufgestellt hatten. Dies wird 2005 sicher anders aussehen. Da Nahles aber diesmal auf der SPD-Landesliste auf Platz vier abgesichert ist, wird sie wie schon von 1998 bis 2002 im Bundestag vertreten sein.

201 Koblenz

2002: Michael Fuchs (CDU) 44.1 %, Ursula Mogg (SPD) 43.1 %
2005: Michael Fuchs (CDU), Ursula Mogg (SPD)

Nur knapp setzte sich 2002 Mandatsinhaber Michael Fuchs, CDU-Wirtschafts- und Handelsexperte, gegen die SPD-Kandidatin Ursula Mogg, Außen- und Verteidigungspolitikerin ihrer Partei durch. Dies könnte Fuchs auch 2005 gelingen, obwohl Koblenz eine von nur drei kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz mit SPD-Oberbürgermeister ist.

202 Mosel/Rhein-Hunsrück

2002: Peter Bleser (CDU) 48.8 %, Norbert Neuser (SPD) 34.9 %, Marita Sehn (FDP) 11.3 %
2005: Peter Bleser (CDU), Marcus Heintel (SPD)

Peter Bleser, CDU-Landwirtschaftspolitiker, will diesen Wahlkreis zum fünten Mal in Folge seit 1990 holen. Sein Gegenkandidat ist diesmal Marcus Heintel (29), SPD, Wirtschaftsjurist und Sprecher des Juso-Regionalverbandes Rheinland.

203 Kreuznach

2002: Fritz Rudolf Körper (SPD) 47.1 %, Julia Klöckner (CDU) 40.1 %
2005: Fritz Rudolf Körper (SPD), Julia Klöckner (CDU)

Dieser Wahlkreis besteheht aus den Landkreisen Bad Kreuznach und Birkenfeld und kann als SPD-Hochburg gelten. Zuletzt gewann die CDU hier 1953. Auch auf kommunaler Ebene hat die SPD die Nase vorn. Diesmal könnte es allerdings schwierig für die Sozialdemokraten werden. Gegen den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Fritz Rudolf Körper, SPD, tritt erneut Julia Klöckner an, CDU-Landwirtschafts- und Verbraucherschutz-Expertin.

204 Bitburg

2002: Peter Rauen (CDU) 52.3 %, Elke Leonhard (SPD) 35.7 %
2005: Peter Rauen (CDU), Elke Leonhard (SPD)

Eine eindeutige CDU-Hochburg. Peter Rauen, CDU, gewann diesen Wahlkreis 2002 mit absoluter Mehrheit der Erststimmen. Der Vorsitzende des Sportausschusses des Bundestages setzte sich klar gegen SPD-Präsidiumsmitglied Elke Leonhard durch, die im Bereich Kultur und Medien engagiert ist. Dieses ungleiche Duell wiederholt sich 2005.

205 Trier

2002: Karl Diller (SPD) 43.7 %, Bernhard Kaster (CDU) 41.3 %
2005: Karl Diller (SPD), Bernhard Kaster (CDU)

Ein äußerst umkämpfter Wahlkreis. Finanzstaatssekretär Karl Diller, SPD, will diesen 1998 und 2002 errungenen Wahlkreis erneut gegen den Ex-Bürgermeister der Gemeinde Trier-Land, Bernhard Kaster verteidigen. Die Trierer Region ist schwer einschätzbar. Der Studentenstadt Trier, die durchaus Rot-Grün zugeneigt ist, aber trotzdem einen CDU Oberbürgermeister hat, steht der konservative Landkreis Trier-Saarburg gegenüber, wo vor kurzem ein CDU-Landrat mit klarer Mehrheit gewählt wurde.

206 Montabaur

2002: Joachim Hörster (CDU) 45.9 %, Rudolf Scharping (SPD) 38.4 %
2005: Joachim Hörster (CDU), Björn Walden (SPD)

2002 trat hier für die SPD noch Rudolf Scharping an und verlor klar gegen Joachim Hörster. Diesmal fordert an seiner Stelle der 22-Jährige Björn Walden den CDU-Außenpolitiker, Vermittlungsausschussvorsitzenden und Chef der CDU-Landesgruppe Rheinland-Pfalz heraus. Ob seine Chancen besser sind als die von Scharping 2002, ist fraglich.

207 Mainz

2002: Michael Hartmann (SPD) 41.2 %, Ute Granold (CDU) 36.4 %, Rainer Brüderle (FDP) 11.1 %
2005: Michael Hartmann (SPD), Ute Granold (CDU), Rainer Brüderle (FDP)

Lange Jahre von der CDU gehalten, setzte sich hier zuletzt die SPD durch. Michael Hartmann, der den Wahlkreis 2002 direkt gewann, ist stellvertretender innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Seine Gegenkandidatin ist erneut Ute Granold, CDU, Juristin, Rechtspolitiikerin und langjährige Dozentin an der Bundeswehrfachschule Mainz. Von Nachteil könnte für sie sein, dass in diesem Wahlkreis auch der populäre FDP-Wirtschaftsexperte und ehemalige Landesminister Rainer Brüderle direkt kandidiert und Erststimmen bindet, die sonst der CDU zugute gekommen wären.

208 Worms

2002: Klaus Hagemann (SPD) 49.1 %, Ursula Knüpper-Heger (CDU) 36.9 %
2005: Klaus Hagemann (SPD), Ludwig Tauscher (CDU)

Mit fast 10 Prozentpunkten Vorsprung gewann 2002 Klaus Hagemann, SPD, stellvertretender Vorsitzender des Petitionsausschusses, diesen Wahlkreis. Sein Gegenkandidat ist Newcomer Ludwig Tauschner, CDU. Worms-Stadt gilt als eine der größten Hochburgen der SPD in Rheinland-Pfalz. Schließlich stellt sie hier, neben Mainz und Koblenz, den Oberbürgermeister.

209 Ludwigshafen/Frankenthal

2002: Doris Barnett (SPD) 47.3 %, Maria Böhmer (CDU) 40.9 %
2005: Doris Barnett (SPD), Maria Böhmer (CDU)

Jahrelang versuchte Helmut Kohl diesen Wahlkreis zu holen und scheiterte regelmäßig. In den 90er Jahren klappte es dann doch, bis 1998 erstmals Doris Barnett, Mitglied des SPD-Fraktionsvorstandes, gewann. Sie wird erneut von Maria Böhmer, CDU, herausgefordert. Die Bundesvorsitzende der Frauen-Union war auch schon als Ministerin im Gespräch. Strukturell ist der Wahlkreis schwer einzuschätzen. So war Ludwigshafen lange eine SPD-Hochburg, jedoch regiert nun eine Oberbürgermeisterin von der CDU. Auch Frankenthal hat einen CDU-OB. Das Umland hingegen tendiert zumindest kommunal weiterhin zur SPD.

210 Neustadt-Speyer

2002: Norbert Schindler (CDU) 44.2 %, Birgit Roth (SPD) 43.0 %
2005: Norbert Schindler (CDU), Birgit Roth (SPD)

Nur knapp setzte sich Norbert Schindler, CDU und weinbaupolitischer Sprecher der Fraktion, 2002 gegen Birgit Roth, SPD und Vorsitzende des Unterbezirkes Neustadt, durch. Dieses Duell wiederholt sich 2005. Obwohl die Pfalz tendenziell eher der SPD zugeneigt ist, hat die CDU seit 30 Jahren regelmäßig den Wahlkreis gewonnen.

211 Kaiserslautern

2002: Gustav Herzog (SPD) 49.9 %, Walter Altherr (CDU) 36.6 %
2005: Gustav Herzog (SPD), Walter Altherr (CDU)

Die größte SPD-Hochburg in Rheinland-Pfalz. Hier hat die Partei am ehesten die Chance ihren Wahlkreis zu verteidigen. Zwar wird, typisch für Rheinland-Pfalz, die Stadt Kaiserslautern inzwischen von einem CDU-OB regiert, jedoch ist auf kommunaler Ebene weiterhin die SPD präsent. Mandatsinhaber Gustav Herzog, SPD, wie diverse seiner Kollegen aus Rheinland-Pfalz im Bereich Landwirtschaft und Verbraucherschutz engagiert, will diesen Wahlkreis denn auch zum dritten mal hintereinander gewinnen. Sein Gegenkandidat Walter Altherr, CDU, versucht wie schon 2002 den Wahlkreis erstmals seit 1957 für die CDU zu erobern.

212 Pirmasens

2002: Anita Schäfer (CDU) 45.1 %, Lydia Westrich (SPD) 41.9 %
2005: Anita Schäfer (CDU), Lydia Westrich (SPD)

Auch hier wiederholt sich das Duell von 2002. Lydia Westrich, Sprecherin der SPD-Landesgruppe Rheinland-Pfalz, gewann diesen Wahlkreis zwar 1998, verlor ihn aber mit relativ deutlichen Verlusten 2002 an Anita Schäfer. Die CDU-Politikerin ist Expertin für Tourismus und Verteidigung.

213 Südpfalz

2002: Ralf Göbel (CDU) 43.5 %, Karl Heinz Schmitt (SPD) 40.1 %
2005: Ralf Göbel (CDU), Karl Heinz Schmitt (SPD)

Der ehemalige Wahlkreis von Heiner Geißler blieb auch nach dessen Ausscheiden aus dem Bundestag weiterhin in CDU-Hand. Ralf Göbel, CDU, setzte sich 2002 allerdings nur relativ knapp gegen Karl Heinz Schmitt, SPD, durch. Das Duell des Innen- und Verwaltungspolitikers Göbel, Mitbegründer des Parlamentarischen Weinforums, gegen den Bildungs- und Umweltpolitiker Schmitt, wiederholt sich hier 2005.