Kandidaten in den Wahlkreisen

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Wahlkreise bisher
 
 SPDCDUFDPDP
19491237-
19531075-
19571011-1
1961193--
1965175--
1969202--
1972202--
1976175--
1980193--
1983517--
1987814--
1990913--
1994814--
1998184--
2002174--


> Wahlkreise 180-189

169 Waldeck

2002: Alfred Hartenbach (SPD) 52.1 %, Christoph Butterweck (CDU) 35.2 %
2005: Alfred Hartenbach (SPD), Christoph Butterweck (CDU)

Alfred Hartenbach (SPD), parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und Urgestein der nordhessischen SPD tritt hier gegen den Rechtsanwalt Christoph Butterweck (CDU) an. Noch ist unklar, ob die SPD ihre einstigen Hochburgen in Nordhessen, zu der dieser Wahlkreis zweifelsohne zählt, verteidigen kann.

170 Kassel

2002: Gerhard Rübenkönig (SPD) 49.3 %, Jürgen Gehb (CDU) 31.2 %, Antje Vollmer (GRÜNE) 11.5 %
2005: Hans Eichel (SPD), Jürgen Gehb (CDU), Matthias Berninger (GRÜNE)

Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) wird sich 2005 in Kassel um das Direktmandat bewerben. Als ehemaliger Hessischer Ministerpräsident und Oberbürgermeister von Kassel ist er der Stadt durchaus verbunden. 2002 ist Eichel noch ohne Wahlkreis über die Landesliste in den Bundestag eingezogen. Gegen ihn tritt Jürgen Gehb, rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an. Auch Kassel war lange Zeit für die SPD eine Hochburg. Eines der beherrschenden Themen dürfte die hohe Arbeitslosenquote in der Stadt Kassel sein, sie liegt bei knapp unter 20% und damit im westdeutschen Spitzenbereich. Antje Vollmer (GRÜNE), bundesweit als Bundestagsvizepräsidentin bekannt, tritt nicht erneut an. Für sie kandidiert Matthias Berninger (GRÜNE), parlamentarischer Staatssekretär in Verbraucherschutzministerium und Landesvorstandssprecher in Hessen.

171 Werra-Meißner-Hersfeld-Rotenburg

2002: Michael Roth (SPD) 54.9 %, Helmut Heiderich (CDU) 35.4 %
2005: Michael Roth (SPD), Helmut Heiderich (CDU)

Der osthessische Wahlkreis wird bislang von Michael Roth (SPD) in Berlin vertreten. Gegen ihn kandidiert abermals Helmut Heidenreich (CDU), ebenfalls Abgeordneter des Deutschen Bundestags. Auch hier hat die SPD gute Chancen. Im nördlichen Teil Werra-Meißner ist die Arbeitslosigkeit mit ca.12% über dem Bundesschnitt und damit sicher ein Thema.

172 Schwalm-Eder

2002: Gerd Höfer (SPD) 52.3 %, Bernd Siebert (CDU) 35.3 %
2005: Gerd Höfer (SPD), Bernd Siebert (CDU)

Wie 2002 bewerben sich Gerd Höfer (SPD) und Bernd Siebert (CDU). Beide sind bereits im Bundestag vertreten. 2002 gewann Höfer mit deutlichem Vorsprung direkt und kann sich auch 2005 Hoffnung auf einen Sieg machen.

173 Marburg

2002: Sören Bartol (SPD) 47.8 %, Werner Waßmuth (CDU) 38.5 %
2005: Sören Bartol (SPD), Frank Gotthardt (CDU)

Sören Bartol (31) hat diesen Wahlkreis 2002 für die SPD gewonnen. Er tritt 2005 gegen den parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion Frank Gotthardt (34) an. Bartol kann auf rot-grünes Stimmensplitting hoffen, schon 2002 betrug der Unterschied zwischen Erst- und Zweitstimmen für die SPD immerhin 5.5 Prozentpunkte. Die GRÜNEN, in der Stadt Marburg traditionell stark, lagen 2002 bei den Zweitstimmen über 10 Prozent.

174 Lahn-Dill

2002: Erika Lotz (SPD) 46.9 %, Sibylle Pfeiffer (CDU) 41.2 %, Maria Schelberg (GRÜNE) 4.0 %
2005: Helga Lopez (SPD), Sibylle Pfeiffer (CDU), Priska Hinz (GRÜNE)

In diesem Wahlkreis bewerben sich Helga Lopez (SPD) und Sibylle Pfeiffer (CDU) um das Direktmandat. Helga Lopez war 14 Jahre lang Bürgermeisterin der Gemeinde Biebertal und hatte im Mai angekündigt, nicht mehr für dieses Amt zu kandidieren, da „ihre Kraft nicht mehr ausreiche“. Daher verwundert ihre Kandidatur etwas. Ihre Gegenkandidatin Sibylle Pfeiffer ist bereits MdB, die zog 2002 über die Liste ins Parlament ein. Außerdem bewirbt sich Priska Hinz (GRÜNE) in diesem Wahlkreis. Sie war von 1998 bis 1999 Umweltministerin in Hessen, 1999 bis 2000 Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag.

175 Gießen

2002: Rüdiger Veit (SPD) 45.3 %, Helge Braun (CDU) 39.0 %, Hermann Otto Solms (FDP) 8.6 %
2005: Rüdiger Veit (SPD), Helge Braun (CDU), Hermann Otto Solms (FDP)

Rüdiger Veit, bekannter SPD-Linker, wurde für den Wahlkreis Gießen erneut von der SPD nominiert. Er tritt gegen Helge Braun, MdB von der CDU an. Der bekannteste Kandidat dürfte aber Hermann Otto Solms sein. Der FDP-Politiker und Bundestagsvizepräsident wird im Falle einer schwarz-gelben Koalition schon als ministrabel gehandelt. In seiner hessischen Heimat ist Herrmann Otto Prinz zu Solms-Hohensolms-Lich, so sein eigentlicher Name, sehr bekannt.

176 Fulda

2002: Martin Hohmann (CDU) 54.0 %, Barbara Imhof (SPD) 35.2 %
2005: Michael Brand (CDU), Claudia Blum (SPD), Martin Hohmann (Einzelbewerber)

Eigentlich ist das Ergebnis im Wahlkreis Fulda schon absehbar. Die CDU gewann diesen Wahlkreis bei jeder Bundestagswahl souverän, mit Ausnahme von 1949 und 1998 sogar mit über 50 Prozent der Erststimmen. Doch 2005 ist alles anders: Martin Hohmann, 2002 für die CDU direkt gewählt, wird bei dieser Bundestagswahl erneut im Wahlkreis antreten, allerdings als Einzelkandidat. Hohmann hatte in einer bundesweit beachteten Rede Juden mit dem Begriff „Tätervolk“ in Verbindung gebracht und damit eine scharfe Debatte ausgelöst, die mit seinem Ausschluss aus Partei und Fraktion endete. Er könnte dem eigentlichen CDU-Kandidaten Michael Brand (31) so viele Stimmen streitig machen, dass am Ende Unglaubliches möglich werden könnte: Ein Sieg der SPD in Fulda. Claudia Blum heißt die Kandidatin, die parteiintern deutlich gegen die amtierende Abgeordnete Barbara Imhof gewann.

177 Hochtaunus

2002: Holger-Heinrich Haibach (CDU) 43.7 %, Frank Schmidt (SPD) 40.3 %
2005: Holger-Heinrich Haibach (CDU), Frank Schmidt (SPD)

Holger-Heinrich Haibach (CDU), Bundestagsabgeordneter, der bislang öffentlich eher wenig auffiel, hat gute Chancen, diesen Wahlkreis wieder direkt zu gewinnen. Dies möchte Frank Schmidt (SPD) verhindern. Auch er war bis 2002 schon MdB.

178 Wetterau

2002: Nina Hauer (SPD) 46.4 %, Klaus Minkel (CDU) 41.6 %
2005: Nina Hauer (SPD), Klaus Minkel (CDU)

Nina Hauer (SPD) bewirbt sich, wie ihr Gegenkandidat Klaus Minkel (CDU), erneut im Wahlkreis. Hauer, die vor Jahren als Juso-Bezirksvorsitzende Hessen-Süd eher durch radikale Aktionen auf sich aufmerksam machte, ist seit 1998 im Bundestag und hat eine Wende in die Mitte vollzogen. Ihr Gegenkandidat Klaus Minkel ist seit 2002 im Parlament.

179 Rheingau-Taunus-Limburg

2002: Klaus-Peter Willsch (CDU) 47.4 %, Katja Boderke (SPD) 40.3 %
2005: Klaus-Peter Willsch (CDU), Martin Rabanus (SPD)

Klaus-Peter Willsch (CDU) gewann diesen Wahlkreis 2002 direkt und hat auch 2005 gute Chancen, gegen seinen nicht sehr bekannten Gegenkandidaten Martin Rabanus (SPD) zu bestehen.

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