Spitzenkandidaten auf den Landeslisten

Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Hamburg Niedersachsen
Bremen Brandenburg Sachsen-Anhalt Berlin
Nordrhein-Westfalen Sachsen Hessen Thüringen
Rheinland-Pfalz Bayern Baden-Württemberg Saarland


SPD

Rolf Schwanitz
Marlies Volkmar
Andreas Weigel
Simone Violka
Wolfgang Gunkel
CDU

Arnold Vaatz
Michael Luther
Maria Michalk
Jens Lehmann
Michael Lohse
GRÜNE

Monika Lazar
Peter Hettlich
FDP

Joachim Günther
Jan Mücke
Peter Haustein
Die Linke.PDS

Katja Kipping
Axel Troost (WASG)
Sabine Zimmermann
Jörn Wunderlich


Sitzverteilung bisher
 
 GesamtCDUSPDPDSFDPGRÜNE
199040218452
199439219612
1998371312822
2002291312-22


Das Bundesland

Sachsen gilt als die CDU-Hochburg im Osten Deutschlands.So konnte sie bei den Bundestagswahlen 1990 und 1994 sämtliche Wahlkreise direkt gewinnen. Auch bei den Landtagswahlen 1990, 1994 und 1999 setzte sie sich mit absoluter Mehrheit durch und gewann alle Direktmandate. Hinzu kommt die Beliebtheit ihres langjährigen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf. Jedoch verlor die CDU bei der Landtagswahl 2004 fast 16 Prozentpunkte und muss mit der SPD koalieren, da es selbst für eine Koalition mit der FDP nicht mehr reichte. Regierungschef Georg Milbradt gilt seitdem als angeschlagen.

Aber auch der SPD geht es nicht besser. Mit 9.8 Prozent der Stimmen bei der Landtagswahl 2004 war sie erstmals nur noch einstellig und erzielte ihr schlechtestes Landtagswahlergebnis in Deutschland seit 1945. Betrachtet man die Wahlkreise, so ergibt sich, dass die SPD vor allem in Leipzig, aber auch in Chemnitz stark ist, auf dem Land hingegen weit hinter der CDU zurückliegt. Dies zeigen auch die Kommunalwahlergebnisse.

Die Linkspartei.PDS scheint sich, nach schwächeren Ergebnissen Anfang der 1990er Jahre, stabilisiert zu haben. Auch wenn die Dominanz der CDU in Sachsen durch die Wahlen 2002 und 2004 etwas angeschlagen wurde, so dürfte sich strukturell an dieser auf absehbarer Zeit kaum etwas ändern.

Sachsen ist für die GRÜNEN das einzige Bundesland im Osten Deutschlands, in dem sie im Landtag vertreten sind. Bemerkenswert der hohe Anteil der NPD bei der Landtagswahl 2004 mit 9.2 Prozent. Traditionell sind die Rechten im Osten Sachsens stark, dies hat sich auch bei der Bundestagswahl 1998 schon gezeigt.