Spitzenkandidaten auf den Landeslisten

Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Hamburg Niedersachsen
Bremen Brandenburg Sachsen-Anhalt Berlin
Nordrhein-Westfalen Sachsen Hessen Thüringen
Rheinland-Pfalz Bayern Baden-Württemberg Saarland


SPD

Ottmar Schreiner
Elke Ferner
Rainer Tabillion
Astrid Klug
CDU

Peter Müller
Peter Altmaier
Anette Hübinger
Hermann Josef Scharf
Ulrich Meyer
GRÜNE

Klaus Borger
Jutta Krüger-Jacob
FDP

Karl Addicks
Martina Engel-Otto
Die Linke.PDS

Volker Schneider (WASG)
Hans Kurt Hill


Sitzverteilung bisher
 
 GesamtCDUCSUSPDFDPGRÜNE
195783221-
196195-31-
196584-4--
196984-4--
197284-4--
197684-4--
198084-4--
198384-4--
1987104-411
1990114-61-
199494-5--
199883-5--
200293-411


Das Bundesland

Nach jahrzehntelanger CDU-Dominanz wechselte dieses Bundesland 1985 zur SPD. Der populäre Saarbrücker Oberbürgermeister Oskar Lafontaine machte dies möglich. Auch nach seinem Rückzug aus der Bundespolitik konnte die SPD hier 2002 ein hervorragendes Ergebnis erzielen. 2005 hingegen wird dies schwierig. Zum einen ist Lafontaine als einer der Spitzenkandidaten der Linkspartei nun in ein anderes Lager gewechselt. Zum anderen zeigte der Einbruch der SPD bei der Landtagswahl 2004, dass ihre Basis in diesem Bundesland nicht sehr stabil ist. Ministerpräsident Peter Müller, CDU, kandidiert für den Bundestag und wird als Kandidat für einen Ministerposten gehandelt. Diesmal könnte die CDU alle vier Direktmandate erhalten, was ihr erst 1961 einmal gelang.

Kommunal ist das Saarland sehr vielschichtig. So regiert in Saarbrücken-Stadt nach einigen Jahren einer schwarz-grünen Kooperation nun eine CDU/FDP-Koalition, gegen eine direkt gewählte SPD-Oberbürgermeisterin. Allerdings war das Saarland das einzige Flächenland, in dem die SPD bei der Europawahl 2004 über 30 Prozent erzielen konnte. FDP und GRÜNE spielen hier kaum eine Rolle. Interessant ist, welche Wrikung Oskar Lafontaine als Direktkandidat der Linkspartei entfalten wird.