Spitzenkandidaten auf den Landeslisten
Das Bundesland Nach jahrzehntelanger CDU-Dominanz wechselte dieses Bundesland 1985 zur SPD. Der populäre Saarbrücker Oberbürgermeister Oskar Lafontaine machte dies möglich. Auch nach seinem Rückzug aus der Bundespolitik konnte die SPD hier 2002 ein hervorragendes Ergebnis erzielen. 2005 hingegen wird dies schwierig. Zum einen ist Lafontaine als einer der Spitzenkandidaten der Linkspartei nun in ein anderes Lager gewechselt. Zum anderen zeigte der Einbruch der SPD bei der Landtagswahl 2004, dass ihre Basis in diesem Bundesland nicht sehr stabil ist. Ministerpräsident Peter Müller, CDU, kandidiert für den Bundestag und wird als Kandidat für einen Ministerposten gehandelt. Diesmal könnte die CDU alle vier Direktmandate erhalten, was ihr erst 1961 einmal gelang. Kommunal ist das Saarland sehr vielschichtig. So regiert in Saarbrücken-Stadt nach einigen Jahren einer schwarz-grünen Kooperation nun eine CDU/FDP-Koalition, gegen eine direkt gewählte SPD-Oberbürgermeisterin. Allerdings war das Saarland das einzige Flächenland, in dem die SPD bei der Europawahl 2004 über 30 Prozent erzielen konnte. FDP und GRÜNE spielen hier kaum eine Rolle. Interessant ist, welche Wrikung Oskar Lafontaine als Direktkandidat der Linkspartei entfalten wird. |
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