Spitzenkandidaten auf den Landeslisten
Das Bundesland In der Bundespolitik die Nummer eins nach der Wahl 2002, in der Landespolitik ein halbes Jahr zuvor nur die Nummer drei. Hier hat die SPD sehr viel zu verlieren. Schon 1998 und ebenso 2002 gewann die SPD hier alle Bundestagswahlkreise. Bei den Landtagswahlen kam es zu großen Schwankungen. 1990 gewann die CDU hier klar. 1994 war sie noch knapp vor der SPD, die durch eine Koalition mit den GRÜNEN dennoch an die Regierung kam, toleriert von der PDS. 2002 kam es jedoch zu einer CDU/FDP-Koalition mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass die Ministerpräsidentin-Kandidatin der FDP Cornelia Pieper dann doch lieber in der Bundespolitik blieb. Bei der Landtagswahl 1998 erreichte die DVU mit 12.9 Prozent das höchste Ergebnis einer rechtsextremen Partei in der Nachkriegsgeschichte Sachsen-Anhalt ist zudem eine Hochburg der FDP. So gewann sie in Halle-Altstadt 1990 ein Bundestags-Direktmandat, das erste seit 1957. Auch ihr Landtagswahlergebnis von 2002 von 13.3 Prozent ist herausragend und das beste Ergebnis der FDP bei einer Landtagswahl derzeit. Die GRÜNEN hingegen spielen kaum eine Rolle. Auch die Linkspartei hat hier nach ihrer indirekten Regierungsbeteiligung 1994-2002 einige Schwierigkeiten. Im Frühjahr 2006 steht die nächste Landtagswahl an und danach kann alles wieder anders aussehen, für Sachsen-Anhalt nicht unbedingt eine Überraschung. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||