Spitzenkandidaten auf den Landeslisten
Das Bundesland Im Heimatland des Bundeskanzlers sind die Mehrheitsverhältnisse schon immer sehr knapp gewesen. So konnte die SPD bei Landtagswahlen 1970 die absolute Mehrheit nur mit einem Sitz sichern. 1974 wurde es unter einer sozialliberalen Koalition genauso knapp, was letztendlich dazu führte, dass 1976 Ernst Albrecht, CDU, durch einen Abweichler aus den Regierungsparteien gewählt wurde. 1986 verfehlte Gerhard Schröder eine rot-grüne-Mehrheit um ein Mandat, der Austritt eines CDU-Abgeordneten aus seiner Fraktion wurde aber sofort vom Austrittes eines SPD-Abgeordneten zur Tolerierung der CDU/FDP-Regierung wieder egalisert. Auch bundespolitisch gab es oft sehr knappe Ergebnisse, so lagen CDU und SPD 1987 nur 0.1 Prozentpubkte auseinander. Kommunalpolitisch hat sich in Niedersachsen, wenn man es genau nimmt, seit Weimarer Zeiten nicht viel verändert. Die SPD ist stark im Südosten des Landes, auch in Ostfriesland, allerdings seit Neuestem auch im Bremer Umland. Die CDU hat Hochburgen im katholischen Südwesten, aber auch in der Lüneburger Heide. Bundespolitisch treten mit Gerhard Schröder, Edelgard Bulmahn, Peter Struck und Sigmar Gabriel, SPD, sowie Jürgen Trittin, GRÜNE, durchaus bekannte Politiker an. Die GRÜNEN in Niedersachsen sind in Städten wie Hannover, Oldenburg und Göttingen stark. Die FDP hingegen ist tendenziell sehr liberalkonservativ, obwohl ihr Wirtschaftsminister Walter Hirche sowohl unter Manfred Stolpe, SPD, Wirtschaftsminister in Brandenburg in einer SPD/FDP/Bündnis 90-Koalition war, später Staatssekretär im Bundesumweltministerium unter Angela Merkel, CDU. Die Linkspartei macht landespolitisch keinen wesentlichen Eindruck. |
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