Spitzenkandidaten auf den Landeslisten
Das Bundesland In der Landespolitk erscheint die Ausgangslage klar. Ministerpräsident Ringstorff, SPD, ist beliebt. Mit über 40 Prozent hat er 2002 das zweitbeste Ergebnis erreicht, das je ein SPD-Ministerpräsident in Ostdeutschland erhalten hat. Nur Manfred Stolpe lag 1994 in Brandenburg besser. Strukturell hingegen ist das Bundesland sehr indifferent. Auch bei der Bundestagswahl 2002 war die Dominanz der SPD zunächst recht deutlich. Jedoch muss das Bundesland differenziert werden. Während im Westen Mecklenburgs die SPD dominiert, siehe die absolute Mehrheit des Landesvorsitzenden Till Backhaus im Wahlkreis Ludwigslust bei der Landtagswahl, so sieht dies in Vorpommern völlig anders aus. Hier dominiert die CDU. Angela Merkel, CDU-Kanzlerkandidatin, zwar in Hamburg geboren und in der Uckermark (Brandenburg) aufgewachsen, hat regelmäßig ihren Wahlkreis gewonnen. Insgesamt ist das Bundesland keiner Partei eindeutig zuzuordnen. 1990 gewann hier eine CDU und FDP die Landtagswahl. Dies auch deswegen, weil die drei Vorläufer-Parteien von Bündnis 90 / Die GRÜNEN mit getrennten Listen antraten und alle drei scheiterten. Aus diesem Grund ist Mecklenburg-Vorpommern auch das einzige Bundeslöand, in dem die GRÜNEN nie im Landtag vertreten waren. Interessant für die Bundestagswahl ist vor allem der Wahlkreis Rostock. Hier hat die SPD seit 1990 das Direktmandat gewonnen, damals das einzige Direktmandat ausserhalb Brandenburgs. Nun kandidiert mit Eckhardt Rehberg ein bekannter CDU-Politiker, zudem auch ein langjähriger Fußballfunktionär des FC Hansa Rostock. |
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