Spitzenkandidaten auf den Landeslisten
Das Bundesland Jahrezehntelang eine SPD-Hochburg, unter Ministerpräsidenten wie Georg-August Zinn und Holger Börner, SPD, und schließlich mit dem ersten Minister der Grünen, Joseph Fischer, (Umwelt). 1987 wurde Hessen erstmals bei einer Landtagswahl von der CDU gewonnen. Ministerpräsident wurde der damalige Bundesumweltminister Walter Wallmann in einer Koalition mit der FDP mit Wolfgang Gerhardt als Wissenschaftsminister. Von 1991 bis 1999 war Hessen unter dem jetzigen Bundesfinanzminister Hans Eichel, SPD, wieder in einer rot-grünen Koalition regiert, und seit 2003 gibt es eine absolute Mehrheit der CDU. So ist Hessen grundsätzlich keiner Partei wirklich zuzuordnen. Die CDU dominiert derzeit auf Landesebene, kommunal sieht es allerdings völlig anders aus. Die SPD konnte in diesem Jahr die Direktwahlen in Kassel, Darmstadt und im Rheingau-Taunus-Kreis in Direktwahlen gewinnen und liegt auf kommunaler Ebene mit der CDU gleichauf. Bei der Bundestagswahl 2002 gewann die SPD 17 der 21 Wahlkreise in Hessen. Die CDU hat hier aufgrund ihrer gemischten landespolitischen Bilanz einige Probleme, andererseits ist auch die SPD landespolitisch eher wenig überzeugend. Die SPD ist in Nordhessen traditionell stark, die CDU eher im Südosten, vor allem Fulda und Südwesten. Die Grünen haben ihre Hochburgen in den Städten wie Kassel, Darmstadt und vor allem Frankfurt. Auch die FDP ist in Hessen ein Faktor. Bundespolitische Prominenz tritt an: Finanzminister Hans Eichel in Kassel, Entwicklungshilfe-Ministerin Wieczoreck-Zeul in Wiesbaden, Justiz-Ministerin Brigitte Zypries in Darmstadt, alle SPD. Bundesaußenminister Joseph Fischer, Grüne in Frankfurt, zudem sein möglicher Nachfolger Wolfgang Gerhardt, FDP über die Landesliste. Interessant ist die zukünftige Rolle von Roland Koch, CDU, der als Ministerpräsident des fünftgrößten Bundesland Deutschlands im Bundesrat (5 Stimmen) durchaus Einfluss auf die Bundespolitik haben könnte. |
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