Spitzenkandidaten auf den Landeslisten
Das Bundesland Seit Jahrzehnten wird dieses Bundesland von der CDU dominiert. So ist Baden-Württemberg das einzige Bundesland im Westen Deutschlands, in dem die SPD noch nie den Ministerpräsidenten stellen konnte, jedoch allerdings direkt nach der Gründung 1952 mit Reinhold Maier die FDP. Diese und die SPD waren allerdings regelmäßig an Koalitionen mit der Union beteiligt. Absolute Mehrheiten sind hier, auch wenn es überraschen mag, nicht die Regel. Die SPD ist eher in Baden stark, so stellt sie die Oberbürgermeister in Mannheim und Heidelberg. Die GRÜNEN hingegen können hier auch hohe Erfolge verzeichnen, so stellen sie den Oberbürgermeister in Konstanz und - zum ersten Mal in einer kreisfreien Stadt – Freiburg. Bei der Bundestagswahl 1998 konnte sich die SPD noch in zwölf Wahlkreisen durchsetzen, 2002 nur noch in sieben, allerdings in den wichtigsten Städten wie Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe. Die CDU ist sehr stark im Südosten des Landes, so erreicht sie im Wahlkreis Biberach regelmäßig herausragende Ergebnisse. Im als „Stammland“ der FDP bezeichneten Bundesland, in dem sie auch mit dem „Drei-Königs-Treffen“ am 6.Januar jedes Jahr bundesweit für Schlagzeilen sorgt, konnte die FDP jedoch 2002 nicht punkten. Ihr Stimmenanteil sank sogar hinter das Ergebnis von Schleswig-Holstein zurück. Auch die GRÜNEN haben hier ihr „Stammland“. 1980 gelang ihnen zum ersten Mal der Einzug in das Landesparlament eines Flächenstaates. Die SPD hat das Problem, dass ihre 1998 und 2002 populäre Spitzenkandidatin Ute Vogt nicht mehr antritt. Sie will sich ganz auf ihre Kandidatur bei der bevorstehenden Landtagswahl 2006 konzentrieren. Bei der CDU ist nach dem Wechsel des Ministerpräsidenten von Erwin Teufel zu Günter Oettinger vereinzelt Kritik laut geworden. So könnten die Chancen für FDP und GRÜNE durchaus gut stehen. Bundespolitisch kandidieren mit Wolfgang Schäuble, Volker Kauder, Annette Schavan und Matthias Wissman, alle CDU, durchaus bekannte Größen. Bei der SPD dürfte die ehemalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin auf Platz fünf die bekannteste Kandidatin sein. Für die GRÜNEN ist Fritz Kuhn auf Platz zwei bekannt. Auch bei der Linkspartei steht mit dem ehemaligen Landeschef der SPD Ulrich Maurer auf Platz eins der Liste kein Unbekannter auf dem Wahlzettel. Allerdings ist nicht zu vergessen, dass die Republikaner 1992 und 1996 herausragende Wahlergebnisse erzielten. Auch bei den Bundestagswahlen 1998 erreichten Rechte und rechtspopulistische Parteien hier ihre höchsten Ergebnisse im Westen Deutschlands. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||