Spitzenkandidaten auf den Landeslisten

Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Hamburg Niedersachsen
Bremen Brandenburg Sachsen-Anhalt Berlin
Nordrhein-Westfalen Sachsen Hessen Thüringen
Rheinland-Pfalz Bayern Baden-Württemberg Saarland


SPD

Wolfgang Thierse
Petra Merkel
Klaus-Uwe Benneter
Mechthild Rawert
Swen Schulz
CDU

Monika Grütters
Ingo Schmitt
Karl-Otto Wellmann
Peter Rzepka
Kai Wegner
GRÜNE

Renate Künast
Wolfgang Wieland
Sybill Klotz
FDP

Markus Löning
Hellmut Königshaus
Die Linke.PDS

Gregor Gysi
Petra Pau
Gesine Lötzsch
Hakki Keskin
Cornelia Reinauer


Sitzverteilung bisher
 
 GesamtCDUSPDPDSGRÜNEFDP
199028129313
19942799432
199825710431
20022369242


Das Bundesland

In der Bundeshauptstadt konnte die SPD seit 1994 immer als Sieger aus der Bundestagswahl hervorgehen. Diesmal könnte es allerdings wieder so aussehen, als ob ein Trend der Vergangenheit sich durchsetzt: Im ehemaligen Westteil der Stadt wird die CDU stärkste Partei, im Osten die Linkspartei/PDS – und in Gesamt-Berlin die SPD. Dagegen spricht allerdings die Rolle der SPD, die inzwischen auch auf Landesebene seit 2001 stärkste Partei ist und den trotz aller Kritik beliebtesten Politiker der Hauptstadt stellt, Bürgermeister Klaus Wowereit.

Zudem ist die Berliner CDU von Krisen und Skandalen in Mitleidenschaft gezogen. Auch die PDS hat in der Hauptstadt mit der Zusammenarbeit mit der WASG, die hier zu zwei Dritteln aus ehemaligen PDS-Mitgliedern besteht, ihre Probleme. Stark sind die GRÜNEN, die FDP hingegen schwächelt momentan etwas, auch wenn ihr Fraktionsvorsitzender Martin Lindner auf Landesebene sich als eigentlicher Oppositionsführer gegen die SPD/PDS-Koaltion profiliert hat. Betrachtet man die letzte Bundestagswahl, so konnte sich die SPD vor allem im ehemaligen Westteil durchsetzen, trotz zum Teil hoher Verluste in ihren alten Hochburgen, den ehemaligen Arbeitervierteln in Neukölln, Wedding und Spandau.

Die SPD konnte 2002 neun Direktmandate gewinnen, die PDS zwei, was ihr aber nicht reichte, um in den Bundestag einzuziehen, es wären drei erforderlich gewesen. Während die Linkspartei in ihren Hochburgen Marzahn-Hellersdorf und Lichtenburg quasi unschlagbar scheint, so könnte aufgrund der Kandidatur von Gregor Gysi in Treptow-Köpenick ein weiteres Mandat hinzukommen. Somit wäre die Linkspartei auf alle Fälle im nächsten Bundestag vertreten. Bundespolitisches Aufsehen erregte der Wahlsieg von Hans-Christian Ströbele, der 2002 zum ersten Mal ein Direktmandat für die GRÜNEN im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg erringen konnte.

Insgesamt tritt mit Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, SPD, Linkspartei-Spitzenkandidat Gregor Gysi, dem ehemaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen, CDU und Hans-Christian Ströbele, Grüne, durchaus politische Prominenz in Berlin an.