Spitzenkandidaten auf den Landeslisten
Das Bundesland Einstmals als „kleine DDR“ vom langjährigen Ministerpräsidenten und jetzigen Bundesminister Manfred Stolpe, SPD, bezeichnet, hat sich in Brandenburg auf Landes- und kommunalpolitischer Ebene inzwischen einiges verändert. Bei den letzten Kommunalwahlen lag die CDU vorne und bei der Landtagswahl 2004 gewann die PDS die Mehrheit de Erststimmen. Nicht so hingegen auf der Entscheidungsebene: Trotz bundespolitischen Gegenwindes konnte sich die SPD 2004 bei der Landtagswahl in den Zweitstimmen durchsetzen und bildet weiter eine große Koalition mit der CDU, auch wenn dieser in den Medien verwendete Ausdruck eigentlich verkehrt ist, schließlich landete die CDU fast neun Prozentpunkte hinter der PDS, die hier mit 28 Prozrnt ihr bestes Ergebnis erzielte, das sie je bei einer Landtagswahl erreichen konnte. Ministerpräsident Matthias Platzeck, SPD, ist der beliebteste Politiker im Land und wird mitunter schon als Kanzlerkandidat der SPD für 2009 gehandelt. Insgesamt konnte sich die SPD hier bei jeder Wahl seit 1990 behaupten und gewann bei den letzten drei Bundestagswahlen jeweils alle Direktmandate. Diesmal könnte sich die Linkspartei/PDS eventuell in Potsdam durchsetzen, Chancen hat sie auch im Wahlkreis Märkisch-Oderland-Barnim II. Es wäre ein Novum, sollte sie ausserhalb Berlins ein Direktmandat gewinnen. Die CDU ist, obwohl in Südbrandenburg traditionell stark, durch die auch in den Medien stark thematisierten Aussagen ihres Landesvorsitzenden Jörg Schönbohm beeinträchtigt, so dass sie wenig Chancen auf ein Direktmandat hat. FDP und Grüne spielen in diesem Bundesland seit dem Ende der Ampelkoalition 1994 im Land traditionell kaum eine Rolle. Interessanter könnte es sein, welches Ergebnise die NPD hier erreichen wird, die ebenfalls in Südbrandenburg ihre Hochburgen hat, auch wenn sie in ihrer Wahlankündigung die Lausitz mit dem Spreewald verwechselt hat. |
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